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Tourismus

Katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Der Bautyp der Stadtpfarkirche entspricht einer dreischiffigen spätgotischen Staffelhalle. Sie besitzt ein hohes Mittelschiff ohne Fenster und zwei deutlich niedrigere Seitenschiffe. Der Bau stammt aus der Zeit von 1442-1523. Der Turm wurde 1576-79 um ein kurzes Achteck erhöht. 

Eine mit Kupfer gedeckte welsche Haube bildet den Turmabschluss. An das südliche Seitenschiff wurde 1735/36 eine Marienkapelle angebaut. Die beachtliche Innen-Ausstattung entstammt hauptsächlich zweier Epochen: der Spätgotik und des Barocks. 

Der schwarz-goldene Hochaltar aus 1695, gestaltet vom Schreinermeister Bernhard Eckhardt nach einem Entwurf des Malers Johann Georg Knappich, beeindruckt durch sein Altarblatt mit Mariä Himmelfahrt und die herabsteigende Heilige Dreifaltigkeit. Das Wappen des Kurfürsten Johann Wilhelm ist sichtbar. Die Figuren, darunter die Apostelfürsten Petrus und Paulus, stammen vom Schnitzer Johann Bapt. Libigo.

Der Rokokotabernakel aus 1759/60 wurde von Johann Michael Fischer und Johann Eggert geschaffen. Die Seitenaltäre – der Aloisius- (1716) und der Franz-Xaver-Altar (1720) – sind weniger aufwendig, schmücken jedoch mit Altarblättern des Pfingstwunders (um 1780) und Mariä Krönung (1779).

Zwei Pfeileraltäre aus 1716/23, gefertigt von Hans Georg Gerstmair, heben sich durch Form und Farbe hervor. Die lebensgroßen Figuren des heiligen Leonhard (von Stephan Luidl) und des heiligen Joseph (um 1904) ergänzen die Ausstattung. Auf der Südseite des Chorbogens befindet sich ein Rokokeschrein aus ca. 1760 mit einer Kopie des Gnadenbildes von Heiligenblut bei Neukirchen (1643).

Wie in der Gotik üblich, findet sich das Sakramentshaus neben dem Altar auf der Evangelienseite (Nordwand). Das schlanke, sich nach oben stark verjüngende Sakramentshaus gehört der Zeit um 1480/1490 an.

Der Taufstein, eine 12-seitige Schale mit Kleeblattbogenfries unter glattem Rand, ist aus einem Stück Jurakalkstein gehauen. Dieses älteste Kunstwerk im Kirchenraum ist dem 1. Viertel des 15. Jahrhunderts zuzuweisen. 

Die Marienkapelle, um 1735/36 angebaut, ist der Marienverehrung gewidmet und beherbergt einen Altar mit einem Gnadenbild aus dem 15. Jahrhundert, einer schwäbischen Muttergottes mit Kind.

Der 65 Meter hohe Turm prägt das Stadtbild maßgeblich. Bis heute hat sich der Rundgang für den Türmer erhalten. Dieser hatte damals die Pflicht, Ausschau zu halten, ob sich nicht irgendetwas Bedrohliches der Stadt nähert oder in ihr ereignet.

 

 


zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2026