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Neuer Gemeinderat startet mit Rückenwind in die Wahlperiode

Neuer Gemeinderat startet mit Rückenwind in die Wahlperiode

Ein neuer Abschnitt beginnt: In der konstituierenden Sitzung am 19. Mai 2026 im Barocksaal des Landgasthofs „Zum Schlössle“ in Unterfinningen hat sich der neu gewählte Gemeinderat der Gemeinde Finningen offiziell auf den Weg in die neue Wahlperiode gemacht. Es war ein Abend mit vielen formalen Entscheidungen — aber auch mit spürbarer Aufbruchsstimmung.

Im Mittelpunkt stand die Vereidigung der neu gewählten Ersten Bürgermeisterin Kristina Reicherzer. Das älteste anwesende Gemeinderatsmitglied, Volker Konle, nahm ihr den Diensteid
ab. Anschließend vereidigte Reicherzer die neu gewählten Gemeinderatsmitglieder Volker Konle, Mathias Hörbrand, Tanja Wunderle und Christopher Schuster. Damit ist das neue Gremium offiziell arbeitsfähig.

Gleich zu Beginn richtete Bürgermeisterin Reicherzer herzliche Worte an den neuen Gemeinderat, die Gäste und die Zuhörerinnen und Zuhörer. Besonders begrüßte sie Altbürgermeister und Ehrenbürger Josef Häusler sowie Bürgermeister a. D. Klaus Friegel. Sie freue sich sehr auf die Zusammenarbeit in den kommenden sechs Jahren, sagte Reicherzer, und machte deutlich: Die Gemeinde stehe vor einer wichtigen und verantwortungsvollen Zeit. Dabei ging ihr Blick bewusst nach vorne. Ein zentrales Anliegen der neuen Bürgermeisterin ist es, Finningen Schritt für Schritt moderner und digitaler aufzustellen. Digitalisierung bedeute dabei nicht nur neue Technik, sondern vor allem bürgernahe, effiziente und zukunftsfähige Abläufe in Verwaltung und Gemeindearbeit. Gleichzeitig sprach Reicherzer offen an, dass die finanziellen Spielräume in den kommenden Jahren voraussichtlich enger werden. Umso wichtiger sei es, Prioritäten zu setzen, sorgfältig abzuwägen und gemeinsam tragfähige Entscheidungen zu treffen. Auch die Stellvertretung der Bürgermeisterin wurde in der Sitzung geregelt.

Der Gemeinderat beschloss, neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Zweiten Bürgermeister auch einen Dritten Bürgermeister zu wählen. Beide Ämter werden ehrenamtlich ausgeübt. Für das Amt des Zweiten Bürgermeisters wurde Thomas Riedel, für das Amt des Dritten Bürgermeisters Manfred Birkner vorgeschlagen. Im Anschluss an die Wahlen wurden beide weiteren Bürgermeister durch Kristina Reicherzer vereidigt. Neben diesen wichtigen Personalentscheidungen stellte der Gemeinderat auch die organisatorischen
Weichen für die neue Amtszeit. Beschlossen wurden eine neue Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts sowie eine neue Geschäftsordnung. Damit
schafft sich das Gremium die Grundlage für eine verlässliche, transparente und strukturierte Zusammenarbeit in den kommenden Jahren. Auch der Rechnungsprüfungsausschuss wurde neu besetzt. Ihm gehören Rainer Groß, Andreas Behringer, Volker Konle und Christopher Schuster an. Als Stellvertreter wurden Michael Sinning, Tanja Wunderle, Michael Eberle und Alexander Lettner benannt. Damit die Arbeit im Gemeinderat nah an den Themen der Bürgerinnen und Bürger bleibt, wurden zudem verschiedene Referate verteilt.

Auch überörtlich ist die Gemeinde Finningen künftig wieder in verschiedenen Gremien vertreten. In die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt entsendet die Gemeinde neben Bürgermeisterin Reicherzer die Gemeinderäte Thomas Riedel und Manfred Birkner. In die Schulverbandsversammlung der Grund- und Mittelschule Höchstädt wurden Alexander Lettner und Andreas Behringer entsandt. Darüber hinaus wurden die Vertreterinnen und Vertreter für die Zweckverbände „Bayerische Rieswasserversorgung“ und „Wasserversorgung Bergheimer Ried“ bestimmt. Ein weiterer Beschluss betrifft die Bestellung der neuen Bürgermeisterin zur Standesbeamtin. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt vorzuschlagen, Kristina Reicherzer zur Standesbeamtin für den Standesamtsbezirk Höchstädt a. d. Donau zu bestellen.
Ihr Aufgabenbereich soll auf Eheschließungen und die Begründung von Lebenspartnerschaften beschränkt sein. Zum Abschluss blieb vor allem eines spürbar: Der neue Gemeinderat startet mit vielen Aufgaben, aber auch mit viel Motivation in die Wahlperiode. Bürgermeisterin Reicherzer setzt auf ein offenes, sachliches und vertrauensvolles Miteinander — und auf ein Team, das gemeinsam anpackt.

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